Autor: Dr. Berthold Meyer
Inhalt:
Nach der Einführung im ersten Kapitel geht das zweite Kapitel Friedenssehnsucht - Friedensbewegung - Friedensforschung, vom Friedensbegriff aus. Für seine Vielschichtigkeit ist nicht zuletzt die uralte Friedenssehnsucht der Menschen maßgeblich. Aus ihr folgen unterschiedliche Handlungsperspektiven, zwischen denen es zwar Berührungspunkte gibt, die aber nicht deckungsgleich sind. Zwei dieser Perspektiven betrachten wir näher, die Friedensbewegung und die Friedensforschung.
Im dritten Kapitel Konflikt geht es darum, Grundkenntnisse über Konflikte, ihre Austragungs- und Regelungsformen sowie Konflikttheorien zu vermitteln. Dies ist vor allem deshalb wichtig, weil aufgrund der weithin positiven Besetzung des Friedensbegriffes Konflikte häufig als etwas negatives angesehen werden. Dabei sind sie allgegenwärtig und eine Grundtatsache zwischenmenschlichen Zusammenlebens von der Familie bis zu den internationalen Beziehungen.
Nicht Konflikte sind also das Problem, sondern bestimmte Austragungsformen, insbesondere solche, bei denen Gewalt im Spiel ist. Diese und ihre verschiedenen Formen werden im vierten Kapitel der Lerneinheit Gewalt thematisiert.
Wenn sich Konflikte nach und nach verschärfen, die Konfliktparteien zu Feinden werden und die Schwelle zu Gewalthandlungen überschritten und es schließlich zur Tötung von Menschen kommt, spricht man von einer Eskalation. Um der Eskalation Einhalt gebieten oder sie gar umkehren zu können, ist es wichtig, typische Eskalationsabfolgen Eskalationsmodelle zu kennen. Mit ihnen befasst sich das fünfte Kapitel.
Das Begriffspaar "Frieden und Konflikt" ist weit weniger bekannt als "Krieg und Frieden". Um den Begriff des Krieges geht es im sechsten Kapitel Krieg: Begriff, Statistik, Typen. Dabei werden unterschiedliche Typen des Krieges vorgestellt und es wird auch auf den Wandel des Kriegsbildes in den letzten Jahrzehnten eingegangen.
Warum gibt es immer wieder Krieg? Dieser Frage geht das siebte Kapitel Kriegsursachen nach. Es diskutiert, welche Erkenntnisse die Friedens- und Konfliktforschung hierzu in den letzten Jahren erbracht hat.
In den letzten vier Kapiteln geht es um unterschiedliche Friedensstrategien. Das achte Kapitel Friedensstrategien (1) Friedens- und Konflikterfahrungen der UNO behandelt die Friedens- und Konflikterfahrungen, die die Vereinten Nationen (UNO) in ihrer über 50-jährigen Geschichte gesammelt haben.
In der Geschichte wurde der Einsatz militärischer Gewalt oftmals fadenscheinig damit begründet, Frieden schaffen zu wollen. Völkerrechtlich legitimierte Gewalt kann jedoch tatsächlich das ? letzte ? Mittel sein, un(recht)mäßige Gewalt zu beenden. Im neunten Kapitel Friedensstrategien (2): Frieden durch Gewalt? werden Probleme und Möglichkeiten untersucht, zwischenstaatliche und innergesellschaftliche Gewalt mit Hilfe internationaler Militär- und Polizeieinsätze einzudämmen.
Im zehnten Kapitel [ ] werden unterschiedliche Strategien, durch Spannungsabbau Eskalationsprozesse umzukehren erörtert. Im Zentrum stehen dabei Konzepte der Vertrauensbildung sowie Möglichkeiten und Grenzen der Vermittlung zwischen Konfliktparteien.
Gemeinhin gilt der demokratische Rechtsstaat, der mit seiner internationalen Umwelt Handel und Wandel pflegt, als besonders friedlich. Ob dies mehr ist als ein Idealbild, soll im elften Kapitel Friedensstrategien (4): Frieden durch Demokratie, Handel und Assoziation untersucht werden. Dabei geht es um die Frage, inwieweit Frieden durch Demokratieförderung, durch internationalen Handel und assoziatiative bzw. integrative Strategien erreicht werden kann.
Am Ende aller Kapitelgelangen Sie zu vertiefenden Originaltexten; aber von hier aus können Sie direkt zu diesen nach Autorennamen geordenten Materialien kommen.
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