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Autoren: Siegfried Gabler, Sabine Haeder

Da in der Umfrageforschung die Einbeziehung aller Einheiten in der Regel viel zu kosten- und zeitaufwändig ist, beschränkt man sich auf eine gewisse Anzahl ihrer Vertreter (Stichprobe), um Aussagen über Erscheinungen in der interessierenden Gesamtheit treffen zu können. Der erste, der eine solche "repräsentative Methode" vorstellte, war 1895 der Norweger Kiaer auf der Tagung des "International Statistical Institute". Allerdings erreichte er unter seinen Kollegen zunächst keine überwiegende Zustimmung, sondern löste einen Streit aus. Dennoch konnten sich in der Folge Stichprobenerhebungen in der Praxis der nationalen statistischen Ämter immer mehr durchsetzen. Zugleich wurde an ihrer theoretischen Begründung, der Stichprobentheorie, gearbeitet. Diese erhielt schließlich von Godambe (1955) ein einheitliches theoretisches Fundament. Inzwischen sind Stichprobenerhebungen aus dem täglichen Leben längst nicht mehr weg zu denken. Sie begegnen uns praktisch überall, insbesondere aber in den Medien. Speziell im Vorfeld von Wahlen wird z.B. immer wieder darüber spekuliert, wie Prognosen von Meinungsforschungsinstituten eigentlich zustande kommen. Diese und andere Fragen sollen im folgenden behandelt werden.

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