Bulgarien:
Autor: Joachim Hülsmann; Überarbeitete und aktualisierte Version von Catherine Zanev
Wie in den anderen Ländern Ost- und Mitteleuropas stand auch in Bulgarien nach dem Ende der kommunistischen Herrschaft das Land und damit auch die Parteien- und Verbändelandschaft vor einem Neuanfang. Die alles dominierende kommunistische Partei verlor ihren faktischen Alleinherrschaftsanspruch und musste sich Reformen unterziehen, wollte sie weiterhin eine Rolle im neuen politischen System spielen. Eine Vielzahl neuer, oft kleiner und wenig langlebiger Parteien tauchte auf. Diese neuen Parteien knüpften vereinzelt an schon vor dem Zweiten Weltkrieg existierende Parteien an, waren zum größeren Teil jedoch Neugründungen, die oft stark an eine Person gebunden, programmatisch hingegen diffus waren. Die Geschichte der bulgarischen Parteien und Verbände reicht also durchaus in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts und in ihren ersten Anfängen sogar bis in die letzten Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts zurück.
Russland:
Autoren: Galina Michalev/Christian Steffen
Die Russländische Föderation ist der Staat unter den jungen Demokratien Mittel- und Osteuropas, der vergleichsweise am schwersten unter den "Altlasten" des alten Systems zu leiden hatte und hat. Während alle MOE-Staaten mit dem Dilemma der Gleichzeitigkeit, also der gleichzeitigen Überführung der ehemaligen Staatswirtschaften in Marktwirtschaften und der Ablösung des alten Herrschaftsregimes durch demokratische Strukturen, konfrontiert waren, können für den russischen Fall weitere Transformationshemmnisse konstatiert werden. So sind in Moskau - dem ehemaligen Zentrum des Ostblocks - die alten Eliten immer noch stark präsent und dem riesigen Vielvölkerstaat fehlen demokratische, staatlich-territoriale und eigenständige institutionelle Traditionen als Anknüpfungspunkte für den Reform- und Erneuerungsprozess.
Chile:
Autoren: Harald Barrios/Dmitri Domanski/Michael Rösch
Seit 1990 wird Chile wieder demokratisch regiert. Der Übergang zur Demokratie begann Ende der 1980er Jahre und es besteht in der Forschung keine einheitliche Meinung darüber, ob dieser Transitionsprozess bereits vollständig abgeschlossen ist. Die neue Demokratie musste einzelne Bestimmungen des Militärregimes übernehmen, die in der Verfassung und in anderen Gesetzen festgehalten sind, doch insgesamt steht der freiheitlich-demokratische Charakter des Systems außer Frage. Mit Sicherheit gehört die chilenische Demokratie und ihre Verfassungsordnung lateinamerikaweit zu der stabilsten.
Venezuela:
Autoren: Andreas Boeckh/Michael Rösch
Inhalt: Skizze der historischen Entwicklung, Politische Parteien, Interessenverbände, Abkürzungen, Ausgewählte Links, Literatur
Link zur Lerneinheit: http://ilias.politikon.org:81/goto.php?target=pg_16588_227&client_id=politikon
| Fertigstellung | 2003 |
| Aktualisierung | 19.10.2004 |
| Bilder | ja |
| Tabellen und Abbildungen | ja |
| Literatur | Literaturliste am Ende der Module |
| Links | Linksliste am Ende er Module |
| Download | ja |
