[Autoren: Prof. Dr. Herfried Münkler, PD Dr. Matthias Bohlender]
Zu den zentralen Frage- und Problemstellungen, die in der Geschichte der politischen Theorien behandelt wurden und bis heute thematisiert werden, gehören diejenigen nach den spezifischen sozialen und ökonomischen Grundlagen eines politischen Gemeinwesens. Sei dies nun eine Stadt, eine Städteverbund, ein Reich oder der neuzeitliche Territorialstaat; handelt es sich bei diesem Gemeinwesen um eine Republik, eine Monarchie oder um den modernen demokratischen Rechts- und Verfassungsstaat - in allen diesen Fällen sind die theoretischen Reflexionen an den Zustand und die Verfassung des jeweiligen Gemeinwesen an den Zustand und die Lebensweise der in ihm lebenden Bevölkerung gekoppelt. Aus dieser Verkopplung wurden dementsprechend politische (Handlungs-)Normen abgeleitet, die festlegen sollten, wie die soziale Lebensweise und die ökonomischen Lebensbedingungen der Bevölkerung mit der jeweiligen Ordnung des Gemeinwesens in Übereinstimung zu bringen seien.
Die sozialen und ökonomischen Grundlagen politischen Handelns umfassen ein weites Spektrum von vorgefundenen oder erzeugten Bedingungen, Mechanismen, institutionellen Regelwerken, Handlungsstrukturen und Organisationsweisen, die die Ordnung eines Gemeinwesen bestimmen und die durch das Handeln und die Praxis politischer Akteure wiederum modifiziert, verändert und bestimmt werden können.
Inhalt:
Die griechisch-römische Antike
Mittelalter
Frühe Neuzeit I
Frühe Neuzeit II
Aufklärung und liberale Moderne
Organisierte Moderne (ab 1900)
Organisierte Moderne (ab 1945)
Ausgewählte Literatur
Link: http://ilias.politikon.org:81/goto.php?target=pg_25120_327&client_id=politikon
