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Autor: Martin Lenz

Wilhelm von Ockham (ca. 1285-1347) gilt inzwischen als einer der "großen" Denker des Mittelalters. Das war jedoch keineswegs immer so. Die Beschäftigung mit seinem Denken war lange Zeit von großen - teils abwertenden, teils beschwichtigenden, teils enthusiastischen - Vorurteilen und Etiketten geprägt, die zuweilen auch heute noch mit seinem Namen in Verbindung gebracht werden: Dazu gehören sicherlich solche Begriffe wie "Ockhams Rasiermesser", mit dessen Hilfe sich angeblich "überflüssige Entitäten" wie die "platonischen Ideen" wegrasieren lassen sollen, oder auch der Begriff "Nominalismus", der als Richtungsbezeichnung jedoch ein viel zu grobes Erklärungsprofil hervorbringt, als dass sich damit die Spezifika des Ockhamschen Denkens herausstellen ließen.

Inhalt:

Leben und Schriften, die akademische Philosophie, Politische Theorie, Bibliographie, Zeittafel, Anmerkungen.

Link: http://ilias.politikon.org:81/goto.php?target=pg_24483_317&client_id=politikon