Autor: Michael Henkel
Die Lerneinheit 'Politisches Denken in der Weimarer Republik' versucht weder, einen umfassenden Überblick über die politische Diskussion innerhalb der Weimarer Staatsrechtslehre, noch einen solchen Überblick über die explizit oder implizit politiktheoretischen Konzepte einer größeren Zahl von Autoren zu geben. Vielmehr beschränkt sie sich auf eine Auswahl von drei Gelehrten, die indes in den Debatten der Weimarer Staatsrechtslehre herausragende und gewissermaßen paradigmatische Positionen vertraten - nämlich Hans Kelsen, Carl Schmitt und Hermann Heller. Auch die diesen Autoren gewidmete Darstellung gibt nicht einen - dann notwendigerweise nur kursorisch möglichen - Überblick über das jeweilige Gesamtwerk. Vielmehr werden zentrale Aspekte ihrer Theorien herausgegriffen und die entsprechenden Argumentationslinien und theoretischen Zusammenhänge in einiger Ausführlichkeit rekonstruiert. So sollen die Theorien nicht bloß schlagwortartig, sondern durchaus ins Detail gehend nachvollziehbar präsentiert werden. Die Fokussierung auf "politisches Denken" bedeutet, dass nach dem jeweiligen theoretischen Begriff des Politischen und seiner Rolle in den Konzeptionen der Autoren gefragt wird.
Inhalt:
1. Vorbemerkung
2. Die Tradition des staatsrechtlichen Positivismus
3. Kritik und Krise des staatsrechtlichen Positivismus
4. Die Vollendung des staatsrechtlichen Positivismus und die Begründung einer pluralistischen Demokratielehre durch Hans Kelsen
5. Die Kritiker des Positivismus in der Weimarer Staatsrechtslehre
6. Das politische Denken Carl Schmitts
7. Das politische Denken Hermann Hellers
8. Zur Aktualität des politisches Denkens Weimarer Staatsrechtslehrer
9. Anmerkungen
10. Ausgewählte Literatur
Link: http://ilias.politikon.org:81/goto.php?target=pg_24646_320&client_id=politikon
