PolitikON ist ein kooperatives Projekt, mit dem durch die Nutzung des Internets und anderer neuer Medien eine Vernetzung der Fachwelt sowie eine Verbesserung der Qualität des Studiums erzielt werden soll.
Die Produktion der Inhalte ist der Wissenschaft verpflichtet, die Teilnahme offen und die Ergebnisse dienen dem Austausch innerhalb der Lehre, Forschung und Weiterbildung.
Ein Beispiel: Der Kollege Müller in München hat eine Lerneinheit zum Thema „Das Regierungssystem der Bundesrepublik" erstellt. Der Kollege Maier in Marburg möchte mit seinen Studenten auf diese Lerneinheit zugreifen und sie für seinen Unterricht verwenden. Da Herr Müller seine Ergebnisse zur Verfügung gestellt hat, kann Herr Maier sie mit seinen eigenen Ergebnissen vergleichen und diese dem Kollegen zukommen lassen. Dafür kann der Kollege Müller auf die Datenbank der Uni Hamburg zugreifen und sich neue Literatur, weblinks und Grafiken für sein geplantes Seminar zum Thema „Das präsidentielle System der USA" einfach und schnell zugänglich machen. Vielleicht findet er auch gleich eine Diskussionsgruppe zum Thema, neue Artikel oder Projekte von Kollegen, die an ähnlichen Themen arbeiten.
Wie funktioniert PolitikON?
Die Realisierung des Projektes beruht auf drei Säulen: Portal — Organisation — open source
Portal
In einem gemeinsamen Portal für die Politikwissenschaft werden die einschlägig relevanten Ressourcen und die Neuentwicklungen des Projektes zusammengeführt. Das Portal ist die technische Basis für Projektorganisation, Verstetigung und Marketing. Die portal-site dient als Startseite für das Fach und seine Studierenden sowie für weitere Interessenten.
Organisation
Das Fach „Politikwissenschaft" in der Bundesrepublik Deutschland ist in 5 große Fachbereiche aufgeteilt: Politische Theorie, Politisches System der Bundesrepublik Deutschland, Vergleichende Politische Systeme, Internationale Politik, Methoden der Politikwissenschaft. Diese Fachbereiche werden - mit ihren jeweiligen Unterabteilungen „Sektionen", „Arbeitskreisen" und „Ad-Hoc-Gruppen" - im Fachverband der „Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft" (DVPW) repräsentiert.
Entsprechend dieser Struktur ist auch die personelle Organisation des Projektes PolitikON angeordnet. Es gibt eine fachübergreifende deutschlandweite Arbeitsteilung im Projekt, die nach einem Multiplikatoren-Prinzip aufgebaut ist. Damit wird am Ende des Projektes ein nahezu flächendeckender Transfer von Infrastruktur und Knowhow realisiert (insgesamt zwischen 90-120 beteiligte Partner).
Open source
Die Kooperation orientiert sich — sowohl in der eingesetzten Software als auch bei den Vereinbarungen unter den Projektpartnern — an der open source-Idee. Als Software-Basis dient die vom Konsortialführer entwickelte open source-Software ILIAS open source. Analog zum open source-Gedanken vereinbaren die Projektpartner untereinander die Nutzung der o.g. Bausteine und Lerneinheiten als open content. ILIAS (Integriertes Lern-, Informations- und ArbeitskooperationsSystem) wurde als ein Produkt entwickelt, das auf die Förderung von selbstgesteuertem Lernen und auf kooperatives Lernen ausgerichtet ist. Diese Vorentscheidung spielt für die didaktische Orientierung des Lerneinheitenkonzeptes eine entscheidende Rolle. Die beiden Grundprinzipien - selbstgesteuertes und kooperatives Lernen - sind sowohl Ziel, im Sinne einer Befähigung der Studierenden, wie auch Methode im Lehr-/Lernprozeß.
